Stopp der KESB-Willkür

Gemeinsam gegen das Unrecht

Öffentliche Auftritte



Solidaritätskundgebung St.Gallen 25.04.2015

Unsere eigens organisierte Kundgebung auf dem Marktplatz in St.Gallen lief unter dem Motto

"Solidaritätskundgebung für Kinder in Heimen"


Fernsehbericht TVO 


Rede von Beatrice an diesem Event

Liebe Anwesende, Liebe Betroffene, Liebe Solidarisch Anwesende

 

Wir von Stopp der KESB Willkür möchten uns ganz herzlich bedanken für Euer Kommen und Eure Unterstützung, die Ihr damit zeigt.

Wir wissen das sehr viele Angst haben sich an so einer Kundgebung zu zeigen und wir wissen dass auch sehr vielen das Geld nicht reicht um anzureisen. Umso mehr sind wir euch dankbar dass ihr alle den Weg und vor allem den Mut gefunden habt heute mit uns zusammen hier zu sein.

Wir haben diese Kundgebung geplant weil wir finden dass es unsere Pflicht ist diesen gefangenen Kindern endlich eine Stimme zu geben und für Sie zu Kämpfen. Es sind unsere Kinder die sie uns nehmen, unsere Familien die auseinander gerissen werden, unsere Kinder die in Heimen oder auch Pflegefamilien leiden. Es ist bereits zur Tagesordnung geworden, dass man hier in der Schweiz den Familien die Kinder entreisst. Ohne Einwilligung der Eltern ohne Mitsprache der Kinder ohne grosse Abklärungen im Vorfeld. Die KESB  kann dies alles ohne Eure Zustimmung und ohne Eure Unterschrift. Nicht selten setzt man auch die Eltern massiv unter Druck und macht Ihnen auf eine Überhebliche und arrogante Art und Weise ganz klar, dass wen man hier nicht kooperiert mit Massnahmen rechnen muss. 

Wenn Sie mit uns nicht kooperieren, haben wir noch andere Massnahmen, die zur Anwendung kommen können.

Wer von Euch hat diesen Satz von der KESB oder ihren Verbündeten nicht schon mal gehört?

Man wird auf gut Deutsch gezwungen das ganze gezwungenermassen über sich ergehen zulassen. Bei Eltern oder Kindern die nicht freiwillig mitmachen schreitet die Polizei ein und ist verpflichtet das durchzusetzen was die KESB angeordnet hat.

Solche Szenarien sind die Hölle für jeden der ein Herz hat und mitfühlt. Welche Mutter, welcher Vater, welche Grosseltern leiden nicht mit, wenn es ihren Kindern schlecht geht?

Gefühlskalt und oft im übertriebenem Masse werden hier Kinder aus den Kinderzimmern oder aus der Schule abtransportiert wie Straftäter. Manchmal unter polizeilichem Aufgebot und wenn nötig mit Handschellen werden unsere Kinder vor der Nachbarschaft oder vor den Schulkameraden aus dem Schulzimmer aus dem gewohnten Umfeld rausgerissen. Oft wissen weder Eltern noch die Kinder nicht einmal die Lehrer Bescheid. Hier wird wahrscheinlich in der Kaffeepause beschlossen welche Familie man heute zerstört.

Die Kinder verlieren von einer Sekunde zur anderen den Boden unter den Füssen. Sie verlieren ihr Zuhause ihre Eltern ihre Freunde Ihre Freiheit. Oftmals werden auch mehrere Geschwister gleichzeitig abgeführt und dazu noch in verschiedene Heime gesteckt. Dies ist ein klarer Verstoss gegen die UNO- Kinderrechtskonvention die die Schweiz unterzeichnet hat. Ein Alptraum für alle Betroffenen. Viele versuchen am Anfang sich zu fügen weil man ihnen verspricht alles zu tun dass sie bald möglichst wieder nachhause können. Oft wird den Kindern im Heim aber sehr schnell klar, dass auch das wieder nur leere Versprechen sind und man als Kind keine Chance hat. Heimkinder berichteten uns dass sie von Anfang an als Problemkinder angesehen werden und auch dem entsprechend behandelt werden. Sie werden so gar nie richtig angehört und Ihre Äusserungen werden oft nur belächelt.

Ab dem Tag in welchem die ihren Familien entrissenen Kinder in einem Heim aufwachsen, sind Heilpädagogen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Psychologen und Praktikanten all dieser Berufsrichtungen ihre „Ersatzeltern“.

Wieviele Tränen muss ein Kind nachts in einem kalten Heimbett vergissen, weil es seine Eltern, seine Freunde, seine Umgebung vermisst?

Wieviel Leid wird diesen Kindern angetan? Wieviel ihrer psychischen Gesundheit genommen, wieviel Zukunft verbaut?

 

Für Mütter und Väter, Grosseltern und Geschwister fängt ein Leben an das kaum zu bewältigen ist. Seelisch kaputt und Hilflos muss man zusehen wie unter staatlichem Schutz die KESB mit Ihren Massnahmen und Verfügungen das Leben zur Hölle macht. Wie soll eine Mutter an einem Sonntag drei verschiedene Kinderheime Besuchen wenn die alle in einem anderen Kanton sind?

 

Besuchsverbote und  leere Versprechungen für baldige Besuche sind dann die weiteren Folgen die kommen und der Fall tritt bald bei vielen ein. Begründet wird dies dass die Kinder nach dem Besuch der Eltern zu sehr aufgewühlt sind weinen und schreien. Man besteht hier darauf dass das Kind zur Ruhe kommen sollten und entfremdet sie so immer mehr von der eigenen Familie. All dies nach „Schulbuch“ und Standards, welche die Maschinerie an Sozialarbeitern etc. gelernt hat und nun anwenden will. Was dies an zusätzlichen Kosten für den Staat bedeutet können wir mitverfolgen.

In Bern musste ein Nachtragskredit von sage und schreibe 10.7 Millionen Schweizer Franken gesprochen werden, um die überbordenden Massnahmen der dortigen KESB im Nachhinein finanzieren zu können.

Eine Heerschar von selbsternannten Rettern des Kindeswohls ist tätig ohne jegliche Überlegung, ob die Massnahme Sinn hat und auch finanziert werden kann.

Wer von Euch hier kann so leben? Der Geldbeutel ist leer, aber es wird frisch fröhlich weiter ausgegeben, es ist ja das Geld des Staats, der Steuerzahlenden. Das ist der Irrsinn von Menschen, die den Begriff Arbeiten nicht kennen, ihre „Arbeit“ ist Gespräche führen, ihre Meinung anderen aufzwängen, Gespräche beenden, wenn die Betroffenen verzweifelt versuchen ihre Sichtweise darzustellen und als nächste Machtausübung weitere Massnahmen androhen und nicht zögern auch umzusetzen.

 

Schlussendlich erzählen die Kinderlosen und selbstsüchtigen Tanten den Kindern schlechtes über ihre Familien und den Eltern wird erzählt dass ihr Kind nicht mehr nachhause wollen

Wer seid ihr die über uns bestimmen obwohl ihr uns nicht kennt? Wer gibt Euch das Recht über unsere Familien zu Diktieren? Was seid ihr für Menschen wenn ihr Kinderseelen und die deren Verwandten so kaputt macht. Was habt ihr für einen Charakter wenn ihr den Lohn von Profis bekommt und handelt wie unfähige Laien? Ich sage es Euch…Ihr seid unmenschlich, herzlos Charakter und gewissenlos. Wie kann ein Mensch der einen solchen Entscheid mit fällt und in sowas involviert ist überhaupt noch schlafen? Wie könnt ihr das mit euch vereinbaren wenn ihr so mit Familien und Kindern umgeht?

.Und sie schrecken nicht davor zurück ihre eigene Meinung als diejenige der ihnen anvertrauten Kinder auszugeben.

Wieviele Kinder sind unglücklich in Heimen und aufgewachsen in Heimen mit einem Trauma das sie ihr Leben lang mit sich tragen?

 

Ihr versteckt euch alle hinter dem Datenschutz aber wir müssen und wollen das nicht mehr. Wir haben uns entschlossen diese Angst die ihr verbreitet zu brechen und jedem einzelnem die Hoffnung wieder zugeben und die Kraft zu übermitteln um hier aufzustehen und sich zu wehren gegen diese staatlich geschützte Willkür dieser Behörde. Die Kinder gehören den Familien und nicht dem Staat. Helft denen die sie wirklich brauchen

 aber hört endlich auf normale unschuldige Familien zu zerstören. !!!

Hört endlich auf mit unseren Kindern Kasse zu machen und übernehmt endlich die Verantwortung für Euer tun!!

In dem Sinne der -Kinderseelen zu liebe –

UND DAS IST KINDESWOHL!

DEN KINDERN ZUHÖREN!

DEN ELTERN ZUHÖREN!

MUT ZUSPRECHEN!

TROST GEBEN!

IN SCHWEREN ZEITEN BEISTEHEN !

UND NICHT DAS WAS IHR DARUNTER VERSTEHT!!

WIR FORDERN, DASS DIE OBERAUFSICHT UEBER DAS WOHL VON KINDERN UND ERWACHSENEN WIEDER MEHR IN DER GEMEINDE AUSGEÜBT WERDEN KANN!

WIR FORDERN, EINE ABSCHAFFUNG DER KESB IN IHRER JETZIGEN FORM!

WIR FORDERN, DASS DAS WOHL VON FAMILIEN WIEDER MEHR VON LEUTEN VERSTANDEN WERDEN KANN, DIE DIES AUCH VERSTEHEN KÖNNEN!

UND NICHT VON SOGENANNTEN FACHLEUTEN UND SELBSTERNANNTEN RETTERN VON KINDERSEELEN !

WIR FORDERN EINE INSTANZ, WELCHE SICH WÜRDIG ERWEIST ÜBER DAS WOHL VON KINDERN UND FAMIILEN BEFINDEN ZU KÖNNEN!

DAS KANN DIE KESB IN IHRER HEUTIGEN FORM NICHT! SIE HAT DIES MEHRFACH BEWIESEN.

DESHALB SIND WIR HIER. VERGESSEN WIR ALL DIEJENIGEN NICHT, DIE UNSÄGLICH UNTER DEN FEHLENTSCHEIDEN DER KESB LEIDEN UND GELITTEN HABEN. DENKEN WIR DER ZWEI KINDER DIE IM JANUAR GESTORBEN SIND.

Wir sind hier, wir vergessen nicht, wir mahnen daran, dass der Staat in erster Linie verpflichtet ist, die kleinste Einheit, welche einen Staat ausmacht, nämlich die Familie, zu schützen.

Wir denken hier und jetzt an all diejenigen, denen Unrecht und Willkür vom Staat wiederfahren ist. Wir sind hier, wir vergessen euch nicht, wir sind mit euch. Steht auf und kämpft für eure Kinder!

All denen, die den Mut nicht mehr haben, weil sie schon so zermürbt sind sagen wir: Kämpft für Eure Kinder! Wehrt Euch für sie! Euch sind Eure Kinder anvertraut worden, nicht einer Heerschar von studierten Fachhochschulabgängern, die sonst arbeitslos wären!

Wehrt Euch!



Mahnwache Zürich 13.03.2015

Die Mahnwache fand am 13. März 2015  in der Stadthausanlage Zürich statt.

"Wir trauern um die verstorbenen Kinder im Fall Flaach und fordern die Entmachtung der KESB war das Motto der Veranstaltung."

Mit dabei waren u.a. Julia Onken, Zoe Jenny, Regula Stämpfli, die Grosseltern Björn & Christine Kaiser und wir natürlich. Weiterhin kamen noch viele Betroffene zu Wort.

Unsere Rede und die von Zoe Jenny inkl. Videos und Fotos zu diesem Anlass gibt es hier:


Videos unserer Rede an der Mahnwache
Wir bitten die Qualität der Videos zu entschuldigen!
Eröffnungsrede Dani.m4a (9.36MB)
Videos unserer Rede an der Mahnwache
Wir bitten die Qualität der Videos zu entschuldigen!
Eröffnungsrede Dani.m4a
(9.36MB)


Rede anlässlich der Mahnwache vom 13.03.2015 zur Entmachtung der KESB und der Trauer um die verstorbenen Kinder von Flaach

 

Hallo alle zusammen. Zu allererst möchte ich mich bei Euch allen bedanken, dass ihr heute so zahlreich nach Zürich gekommen seid um ein Zeichen zu setzen und unser bzw. euer Anliegen öffentlich kundzutun. Nur schon die Anwesenheit von Euch hier in der Stadthausanlage sollte der KESB zeigen dass vieles nicht stimmt. Denn es geht uns alle an!

Mein Name ist Daniel Merker-Senn und ich bin im wunderschönen, beschaulichen Obertoggenburg zu Hause. Ich gründete Anfang Januar 2015 die Facebookseite „Stopp der KESB Willkür“ und wenig später schaltete ich die gleichnamige Webseite online. Zusammen mit meiner Frau Beatrice und unserer Kollegin Claudia Boppart betreuen wir seit den ersten Stunden ehrenamtlich und selbstlos die Facebookseite. Wir wurden quasi über Nacht ins kalte Wasser geworfen und standen vor einer riesigen Aufgabe. Was nun fragte ich mich?!?

WARUM tat ich dies? Was bewegte mich dazu?

Nun, dazu bedarf es einer kurzen Erklärung. Meine 6-köpfige Familie und ich sind seit Ende 2013 der haltlosen und völlig unverständlichen Willkür der KESB ausgesetzt. Am Anfang meiner unglaublichen Geschichte waren meine Frau und ich ahnungslos, was es heisst ein „Fall“ bei der KESB zu sein. Gutgläubig und herzensoffen befolgten wir die Ratschläge und Tipps der KESB. Das dies aber ein fataler Fehler war, bekamen wir schon bald zu spüren. Es brach eine Welt für uns zusammen. Plötzlich stehst Du vor einem Scherbenhaufen und der Sinn des Lebens geht von einer Sekunde auf die nächste verloren. Schlaflose Nächte, schwarze Tage und völlige Isolation folgten. Zu alledem kam dann noch der bis heute andauernde finanzielle Kollaps, angesichts der mehr als 6000 Schweizer Franken welche die völlig unnötige und ungerechte Fremdplatzierung uns jeden Monat kostet. Verstehen können wir das alles bis heute nicht. Aber ich hatte es satt, abwartend und harrend der Dinge die da kommen werden, einfach in den Tag hinein zu leben mit dem Wissen das meiner Familie und mir Unrecht geschieht. Daraufhin entschied ich mich eine Facebookseite zu gründen, die eigentlich zum Ziel hatte anderen Betroffenen eine Plattform zu bieten. Ich hatte im Sinn, dass man sich austauscht und gegenseitig Mut zuspricht. Aber dann kam alles anders.

Innerhalb von 2 Tagen hatte meine Facebookseite einen Ansturm, der es in dieser kurzen Zeit auf mehr als 2000 Likes brachte. Und da stand ich nun. „Was soll ich jetzt machen, dass war nicht so geplant.“ ging mir durch den Kopf. Kein langes Überlegen. Für mich war klar, dass ich all die Menschen jetzt nicht im Regen stehen lassen kann. Prompt holte ich meine Frau mit ins Boot. Kurze Zeit später stiess dann Claudia noch dazu. Von diesem Zeitpunkt an hatte jeder Fragen und wollte Hilfe. Für uns als Laien und ganz normale Familienmenschen eine schier aussichtslose Lage. Aber wir lernten schnell dazu und meisterten dies mit Bravour. Der grösste Erfolg für mich und mein Team war dann die Kontaktaufnahme seitens Zoe Jenny mit uns. Mit ihr im Hintergrund kann nichts mehr schiefgehen war mein erster Gedanke. Und so sollte es dann auch sein.

Es ist jetzt für uns zur Lebensaufgabe geworden, alles zu tun das all diesen verzweifelten Menschen welche ungehört ,zum Teil jahrelang, um Hilfe schreien endlich das Recht zu geben, was ihnen auch zusteht. Nämlich zuzuhören! Sich der Leidensgeschichte anzunehmen und zu helfen. Ihnen zu verstehen zu geben, dass sie nicht allein sind. Und was ganz wichtig ist, dass wir nur gemeinsam stark sind und der Behörde gegenüber keine Schwäche bzw. Ohnmacht mehr zeigen. Nein wir machen keine Faust mehr im Hosensack. Wir decken schonungslos auf und werden auch die letzten Befürworter der KESB davon überzeugen, dass diese willkürlich handelnde Institution in einem Rechtsstaat wie die Schweiz einer ist keinen Platz hat. Horrende Kosten und Gemeinden welche rote Zahlen schreiben seit Schaffung der KESB, das kann nie und nimmer richtig sein. Wenn ich sehe das Betroffene aus Angst vor der KESB ins Exil flüchten müssen, macht mich das wütend und tieftraurig zugleich.

Eine Behörde welche eigentlich professionell und mit Feinfühligkeit in solch sensiblen Angelegenheiten wie ein Eingriff in das heiligste eines Menschen, der Familie,agieren sollte, ist die KESB wahrlich nicht. Ich selbst habe es mit meiner Familie erleben müssen, wie die KESB völlig überfordert und realitätsfremd einen Entscheid gefällt hat. Und dies ist kein Einzelfall. In hunderten ja sogar tausenden Fällen schweizweit wird haltlos und superprovisorisch entschieden. Die Gerichtsbarkeit wird entzogen und die Abklärungen dauern zum Teil Monate bzw. in einem mir bekannten Fall auch Jahre. Man ist hilflos der Behördenmaschinerie ausgeliefert. Was ist das für ein Rechtsstaat der so etwas mit seinem Souverän, dem Volk anrichtet? Gerade erst hat man die Vergangenheit aufgearbeitet und entschädigt die einstigen Verdingkinder. Aus diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte hat man scheinbar nicht viel gelernt.

Es geht uns alle an. Immer wieder habe ich hören müssen, „dass kann nicht sein“, „das kann ich mir nicht vorstellen“, „das gibt es in der Schweiz nicht“, „ihr seid nur frustriert und macht die KESB schlecht“ usw. Dem ist nicht so liebe Befürworter. Jeder kann von heute auf morgen in das Netz der KESB geraten. Eine Gefährdungsmeldung eines neidischen Nachbars z. B. genügt schon. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich weiss wovon ich spreche.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Generationen. Angefangen beim Säugling über den Jugendlichen bis hin zu den Pensionierten. Überall haben wir haarsträubende Geschichten hören müssen. Und diese sind nicht etwa einfach frei erfunden. NEIN, das passiert nicht irgendwo weit weg, nein das passiert tagtäglich hier in der so hochgelobten und im Ausland hoch angesehenen Schweiz. Es kann nicht im Sinne des Erfinders sein, das man eine Behörde schafft, welche so viel Leid und Unrecht über uns bringt und Angst und Schrecken verbreitet. Das hat sicher niemand so gewollt. Umso mehr ist es an der Zeit das Rad zurück zu drehen und zum Dorfmodell zurück zu kehren. Ich sage nicht dass dies das Allheilmittel ist, aber es ist menschlicher, respektvoller und vor allem um ein vielfaches kostengünstiger. Eine Behörde wie die KESB heute, welche mehrere Gemeinden unter ihrer Aufsicht hat, die viele Kilometer weit auseinander liegen kann nie und nimmer objektiv entscheiden. Beistände welche sich 3-4 mal pro Jahr bei den Betroffenen melden, und diese gibt es zur Genüge, sind niemals in der Lage einen sachlichen der Realität entsprechenden Bericht abzugeben. Dies ist schier unmöglich.

Wenn die Gemeinde wieder entscheiden darf, tut sie das in der Regel real und objektiv. Man wird vorgeladen, es wird die Situation angeschaut und es wird der „Fall“ von Kopf bis Fuss geprüft bevor die Ultima Ratio ergriffen wird. Heute ist dies alles nicht so. Unverständliche überhaupt nicht den Tatsachen entsprechende Entscheide werden gefällt, gegen die man sich in 99% der Fälle nicht wehren kann. Das ist pure Willkür. Die Sicht der Betroffenen wird schlichtweg ignoriert. Und ist man nicht kooperativ, drohen Sanktionen. Ja das ist so. Es tönt wie ein Räubergeschichtli. Aber es ist Realität. Zoe Jenny und wir als Stopp der KESB Willkür Team schauen nicht länger weg. Dieser Wahnsinn muss unverzüglich gestoppt werden. Dafür stehen wir hier.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Noch ein Schlusswort. Zoe Jenny wurde nach ihrem Auftritt in der ARENA von der KESB unter Druck gesetzt. Sollten allfällige Sanktionen gegen meine Familie und mich seitens der KESB aufgrund meines heutigen Auftrittes erfolgen, werde ich diese öffentlich machen. In unserem direktdemokratischen Land gilt die Meinungsfreiheit. Ein jeder muss und sollte wissen wo Unrecht geschieht. Ich verschliesse meine Augen nicht mehr. Dies bin ich all den hoffnungsvollen Betroffenen schuldig!

 

Ein herzliches Dankeschön an alle die gekommen sind, an die Organisatoren, besonders an Zoe Jenny, Regula Stämpfli, Julia Onken, Pirmin Schwander, der die ganze Anlage inkl. Rednerpult zur Verfügung gestellt hat und natürlich meine Admins. Chris von Rohr wünschen wir alles Gute und eine schnelle Genesung!

Ohne Euch wäre ich heute nicht hier!

DANKE



Und hier die Rede von Zoe Jenny


Sehr geehrte Anwesenden

 

Es ist nun über fünf Monate her seit ich in meinem damaligen Haus in Altendorf  ein One-Way Ticket nach Wien löste. Wie kam es dazu?

Im Oktober 2014 war ich zu der Sendung Arena vom Schweizer Fernsehen als Gast eingeladen. Es ging um das Thema KESB: Kinderschutz oder Behördenwahn? Ich äusserte mich kritisch und auch emotional. Was man mir nachträglich vorhielt aber das ist mir egal. Ich rege mich auf - na und? Aus Empathielosigkeit sind noch keine guten Gedanken entsprungen und im übrigen auch keine vernünftigen Analysen. Im Gegenteil - Empathielosiegkeit, also die Unfähigkeit sich in die Situation eines Mitmenschen einzufühlen hat in der Geschichte für unglaubliches menschliches Elend gesorgt.

 

Kurz vor der Sendung meldete sich über meine Webseite eine verzweifelte Mutter. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde der alleinstehenden Mutter das Sorgerecht entzogen und ihr zwölfjähriger Sohn in ein Heim gezwungen. Weil er nicht mitgehen wollte wurde er an Handschellen aus seinem Kinderzimmer geführt und ins Heim verschleppt. Dort ist er noch heute.

 

Eine Woche nachdem ich in der Arena Sendung einen Auszug aus diesem Brief vortrug und auf diesen konkreten Fall und die allgemeinen Misstände der KESB aufmerksam machte, erhielt ich von der KESB Ausserschwyz ein Schreiben in dem man mir mitteilte, dass man mir nun einen Erziehungsbeistand zur Seite stellen und meine erziehungsfähigkeit mittels Gutachten und Abklärungen überprüfen wolle. Insgesamt hätten über acht Personen an diesen ´Abklärungen´ involviert sein sollen. Auch mein Ex- Mann der in Indonesien lebt, hätte an den ´Abklärungen´ partizipieren müssen. Während den Besuchen hätte er statt mit unserer Tochter sogenannte ´Quality Time´ zu verbringen, mit ihr nach Chur zu einem Forensiker fahren sollen.

Er hatte das Ganze über eine geldgierige Basler Anwältin zwar selber angezettelt, aber was die KESB aus unserem - nach Scheidungen nicht unüblichen Zwist machte - ging wohl auch ihm zu weit. Als er hörte dass ich die Schweiz verlassen habe, reagierte er jedenfalls überaus erleichtert.

 

Ich werde den Moment nie vergessen indem ich das Schreiben der KESB las. Ich blickte aus dem Fenster des Wohnzimmers, auf die grünen Wiesen, den See. Die Pferde. Eigentlich waren es diese Pferde gewesen die mich dazu veranlasst haben das Haus in Altendorf zu kaufen. Wenn man aus dem Fenster schaut und Berge, See und Pferde sieht – dann ist das doch toll für ein kleines Kind, dachte ich damals. Sie kann in den Garten und auf die Wiese rennen und Pferde füttern. Was will man mehr? Ich selber musste als Kind auf einem grauen Hinterhof in Basel spielen. War auch in Ordnung aber ich war glücklich und auch stolz dass ich meiner Tochter etwas besseres bieten kann.

´So idyllisch ist es eben nur in der Schweiz ´, sagte ich stolz zu meinem noch zögernden Lebenspartner.

 

Noch gut erinnere ich mich daran, wie ich meinen so italienverliebten Partner in stundenlangen Diskussionen über die Qualitäten der Schweiz zu überzeugen versuchte: Die Sicherheit, ein funktionierender Rechtsstaat, das Gesunheitswesen, die Bildung, die weltberühmte ETH. Ja, ich sah mein überaus intelligentes Mädchen schon dort studieren.  

Die Äpfel holen wir direkt vom Bauer und Zürich, eine durchaus nette Stadt mit Weltruf, ist nur 20 Autominuten entfernt. Meine Tochter und ich machten unsere Runden: Franz Carl Weber, Sprüngli, Café Felix. Wo sonst gibt es Eis in der Form eines Schwanes? Sogar ein Goldengel schwebt über dem Eingang. Dieser überbordende lustvolle Kitsch mitten im protestantischen Zürich. Meine Tochter liebte es. Gerne hätte ich diese kleine feine Stadt noch etwas besser kennengelernt. Die Oper, das Theater. Doch soweit sollte es nicht kommen.

 

Ich sass da und starrte auf den Brief, auf die irgendwie ungut klingenden Nachnamen wie: ´Trüb´ und ´Grob.´

Schon einmal hatte ich  mich gegen eine Verfügung der KESB beschwert, diese wurde vom Verwaltungsgericht schroff abgewiesen. Erst später fand ich heraus, dass das Verwaltungsgericht noch nie auf eine einzige Beschwerde gegen die KESB eingegangen war. Ich musste also davon ausgehen, dass ich nichts,  aber auch gar nichts gegen Massnahmen und Verfügungen der KESB unternehmen kann. Es ist das was Franz Kafka so meisterhaft beschrieb und aus dem das adjektiv kafkaesk entstand: Die dumpfe Gewalt der Willkür die  einen von einer Sekunde auf die andere zum Verfolgten und Beschuldigen macht, ohne dass man weiss warum.

 

Der Brief zitterte in meiner Hand – das von meinem Lebenspartner eigenhändig und in unzähligen Arbeitsstunden so liebevoll renovierte Haus stürzte innerhalb von Sekunden ein. Ich sass nicht auf dem Sofa sondern in einem Trümmerhaufen und es schlich etwas wie ein unsichtbares Gift durch die Räume. Eine namenlose Angst: Die Angst vor der Macht die plötzlich fremde Menschen über einen ausüben können. Ich dachte an die vielen Fälle die mir bekannt waren. Die verzweifelten Mütter und Väter die ihre Kinder an Heime verloren hatten. Und jeder Fall hatte so angefangen. Mit einem so scheinbar harmlos daherkommenden Brief.

Wer mich kennt weiss, dass ich schnell entscheiden kann, aber so schnell hat wohl noch nie ein Mensch in der Schweiz ein Flugticket ins Ausland gebucht.  

 

Ich kann Ihnen eines versichern:  Wenn ich einen Erziehungsbeistand brauche, braucht Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga auch einen. Möglicherweise braucht Sie ihn sogar noch dringender als ich. Sie hatte nämlich noch nicht einmal den Anstand auf den von Julia Onken und mir verfassten offenen Brief zu antworten.  Dieser wurde im Januar 2015 in der Schweizer Illustrierten publiziert. Doch das ist noch viel weniger bedenklich, ja, geradezu eine Bagatelle in Anbetracht eines anderen Versagens.

 

Es war nach dem tragischen Vorfall in Flaach. Alle Medien berichteten. Der Fall gab zu denken und warf viele Fragen auf. Hat hier eine Behörde Mitschuld am Tod von zwei kleinen Kinder?  Hat hier der Eingriff des Staats zu einer schrecklichen Tragödie geführt? Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätten alle Politiker von links bis rechts aufhorchen und aufschreien müssen und insbesondere jene Bundesrätin die das Justizdepartement unter sich hat. Man hätte hören wollen: Für Fehlentscheide haben wir null Toleranz. Oder: Nicht unter meiner Aufsicht! Stattdesen totschweigen. Auch eine Taktik: Ignoranz.

Spätestens dann weiss man als Bürger, dass man nicht gut aufgehoben ist. 

Es ist mir herzlich egal wie der Terminkalender von Frau Sommaruga aussieht, ob sie gerade wichtig in Paris herumrennt oder sich in Brüssel abküssen lässt und es noch lustig findet.  

Oder hat sie vielleicht weniger Zeit sich um die Belange der schweizer BürgerInnen zu kümmern als sagen wir - der englische Premier David Cameron? England ist immerin 6 mal grösser als die Schweiz.

 

Im September 2014 ereignete sich in England folgendes: Weil eine spezifische Krebsbehandlung für ein fünfjähriges Kind im Krankenhaus in London nicht verfügbar war, entschlossen sich die Eltern mit dem kranken Sohn nach Spanien zu reisen um ihn dort in einer Klinik mit der Therapie behandeln zu lassen. Das englische Krankenhaus war damit nicht einverstanden und machte eine Gefahrenmeldung. Diese eine unüberlegte Handlung führte dazu, dass die Eltern mit Interpol gesucht und in Spanien verhaftet wurden und das totkranke kleine Kind 5 Tage allein in einem fremden Krankenhaus lag.

Der Aufschrei blieb nicht aus. Augenblicklich meldeten sich englische Politiker aller Parteien von links bis rechts und verwarfen das Vorgehen der Behörden scharf. Die Eltern wurden aus der Haft entlassen und ein englischer Politiker setzte sich persönlich dafür ein, dass dem Kind die bestmögliche Therapie zuteil wurde. Schliesslich trat auch der nicht gerade wenig beschäftigte Premier David Cameron an die Öffentlichkeit und äusserte sich über die BBC news zu der Tragödie. Ja, er fand nicht nur Worte des bedauerns. Er entschuldigte sich bei der Familie King für das unangemessene Vorgehen.

Er sagte den magischen Satz: I am sorry.

Ich glaube wenn David Cameron dafür Zeit findet, dann sollte dies einer schweizer Bundesrätin erst recht möglich sein.

Hat sich eigentlich je in der Geschichte ein Schweizer Bundesrat für einen Fehler entschuldigt? Ist es möglich dass man das tun muss, ja, dass es für eine Bundesrätin eine verdammte PFLICHT  ist VERANTWORTUNG zu übernehmen? Vor die Bevölkerung öffentlich hinzustehen und zu sagen: ES TUT MIR LEID Familie Kaiser!!

Und ich bin überzeugt hätte auch nur eine einzige englische Zeitung die Anmassung und Frechheit gehabt von einem Einzelfall zu sprechen und somit die Tragödie zu verharmlosen, das Blatt hätte mit Recht für immer dicht machen können.

 

Nicht so in der Schweiz. Sie glänzte nach dem Fall Flaach von den Politikern bis zu einem grossteil der Medien mit einer eisernen Empathielosigkeit die seinesgleichen sucht. Die Schuld war überall: Beim Vater, bei der Mutter die alles verloren hat, ja sogar die Anwältin der Familie Kaiser wurde im Tages Anzeiger der Mitschuld bezichtigt, weil sie die Nachricht, dass die Kinder nun ins Heim kommen, sozusagen als Weihnachtsgeschenk, der Mutter nicht persönlich überbrachte. Die Schuld war also überall nur nicht bei der armen KESB, die sich nun plötzlich von dem bösen schwer erziehbaren Volk bedroht fühlte. Und man erschöpfte sich mit schweizerischer Gründlichkeit landauf landab in unsäglich banalen Diskussionen über den Pikettdienst. Anstatt sich mit der dringlichen und notwendigen Fragen auseinanderzusetzen:  Wie weit darf eine sogenannten´Schutzbehörde´eigentlich gehen? Wie ist es zu verantworten das Massnahmen nicht mehr der ultima ratio unterliegen? Wie gefährlich ist die KESB für die BürgerInnen?

 

Nein, ich hatte keinerlei Vorurteile gegenüber der KESB. Im Gegenteil, als ich zum ersten Mal davon hörte dachte ich, dass eine Behörde die den Begriff ´Schutz´ im Namen hat grundsätzlich eine gute Sache ist. Ich hegte weder Argwohn noch Misstrauen. Aber das ist das perfide an optischen Täuschungen, man glaubt auf eine Oase zu kommen nur um festzustellen dass man doch in der Wüste steht, dazu verdammt zu verdursten.

Noch nie in der Geschichte der Schweiz hat eine Behörde ihre eigentliche Aufgabe in einem so unfassbaren Masse verkannt wie die KESB. Sie hat es geschafft den Begriff ´Kindeswohl´ zu missbrauchtesten Begriff unserer Zeit zu machen.

Inzwischen bin ich Zeugin von über 1000 Fällen geworden. Mittlerweile werde ich aufgesucht als Fluchthelferin verzweifelter Familien, die die Schweiz wegen der KESB verlassen müssen. Es muss schon ernsthaft zu denken geben wenn schweizer Bürger aus der Schweiz flüchten, um Schutz im Ausland zu suchen.

 

Man hat mir in der Vergangengheit oft Naivität vorgeworfen.

Aber wissen sie – es ist ein Geschenk, in gewisser Weise Vetrauen zu haben. Das hat nichts mir Naivität zu tun. Vielmehr damit, an das Gute im Menschen zu glauben.

Die Welt entblösst sich vor dem Auge das noch in der Lage ist ohne Argwohn und Hintergedanken zu schauen. Davon bin ich überzeugt. Dieses Auge bewahre und behalte ich – egal was für Ungeheuerlichkeiten sich davor abspielen. Ich werde im Gegenzug darüber schreiben und den Finger auf die Wunde halte solange ich atme. Das ist meine Pflicht als Schriftstellerin und Mensch und Bürger der nicht gleichgültig sein kann.

Man muss nicht weit gehen um das Übel zu erkennen. Es spielt sich überall ab, auch hier in der scheinbar idyllischen Schweiz. Doch der Schein trügt. Denn in diesem Augenblick ist dieses schöne Land bedroht durch eine amoklaufende Behörde.

Erzogen werden müssen hier ganz andere. Nicht das zwölfjährige Kind dass man an Handschellen gegen seinen Willen ins Heim schleppte und ein Leben lang traumatisiert sein wird, sondern jene die diese Ungeheuerlichkeit anordneten und ausführten.

Wenn schweizer Bürger flüchten müssen, Tausende von Familien von einer Behörde terrorisiert werden, Leute wie ich das Weite suchen, Mütter aus purer Verzweiflung ihre Kinder umbringen und dann sich selbst umbringen wollen, dann weiss man, es ist Zeit zu handeln. In einer direkten Demokratie ist in gewisser weise das Volk der Erziehungsbeistand für abgehobene weltfremde Politiker und für eine Bundesrätin die offenbar nicht weiss dass man Misstände und Tragödien wie die von Flaach auf gar keinen Fall ignorieren darf.  

 

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